quer beet ii


Manali
Mai 29, 2008, 5:07
Gespeichert unter: Kathrin, Nicolas

Die Stohmatraze wurde uns nach einigen Stunden etwas zu hart, das Bad stank nach Erbrochenem und das Wasser funktionierte nicht. Nach einer solchen Nacht devinitiv Grund genug um sofort auszuziehen. Wir packten unsere Rucksaecke drueckten dem Hotelbesitzer 200 Rupien in die Hand und machten uns auf die Suche nach einer neuen Bleibe. Nachdem wir uns einige Hotelzimmer angesehen hatten mussten wir feststellen, dass es zwar bessere gab als das aus dem wir ausgezogen waren, alle aber ziemlich lieblos und muffig waren. Dazu muss man sagen das es in unserem Dorf nur Hotels der untersten Preiskategorie gibt, wohl mit ein Grund, dass alle so aehnlich sind. Die etwas besseren Absteigen befinden sich in New Manali, wir leben allerdings in Old Manali, wo wir ein etwas weniger muffiges Zimmer bezogen haben mit einer etwas weicheren Matraze und einem Bad das zwar nicht stinkt, in dem dafuer alle Leitungen undicht sind. New Manali ist sozusagen das St. Moritz der Inder (seit gestern macht auch der Praesident hier Ferien, was ein voellig unsinnig grosses Polizeiaufgebot zu Folge hatte), hier kann man sich problemlos ein Hotelzimmer fuer 14′000 Rupien pro Nacht mieten, was fuer uns sehr viel ist, fuer indische Verhaeltnisse aber absolut exorbitant. Das rund zwei Kilometer entfernte Old Manali hingegen ist einerseits noch sehr laendlich, andererseit ein regelrechtes Israeli-Hippie-Ballungsgebiet. Wir haben noch nicht herausgefunden wieso es alle Israeli hier hin zieht, aber seltsamerweise waren wir schon oefter in einem vollen Restaurant die einzigen, die nicht Hebraeisch gesprochen haben. Saemtliche Tastaturen in allen Internetcafes haben das Hebraeische Alphabet aufgeklebt und die wenigen Restaurants im Dorf werben mit Falafel, Humus und Pitta. Zum Thema Hippie muss man erklaehren, dass dort wo bei uns Gras waechst hier Gras im anderen Sinne spriesst. Dementsprechend sind 70 Prozent der Menschen, Einheimische wie Touristen, den lieben langen Tag voellig zugekifft. Die Kombination ist teilweise etwas nervenaufreibend; Nachts wacht man auf, weil sich vor dem Guesthouse eine Gruppe von Israeli zu Tode kichert und einen Krach veranstaltet, dass man im Bett steht.

Da wir etwas Hotel-Kriese hatten, haben wir uns ein hervoragendes italienisches Restaurant als Stammplatz ausgesucht. Tatsaechlich kann man in diesem absolut perfekt durchdachten Restaurant feinste italienische Kueche geniessen und das mit Ausblick auf die umliegenden Vier- und Fuenftausender des Himalaya. Tasaechlich fuehlt man sich wie ins Engadin versetzt, einzig die Vegetation, die hier bis ueber 3000 Meter reicht stimmt nicht ganz.

Wir haben uns nun den (auch hier nicht ganz billigen) Luxus geleistet und uns fuer die kommenden acht Tage einen Jeep mitsamt Fahrer gemietet, der uns ueber die Paesse ins Spiti-Valley bringt, einem auf rund 4000 Metern gelegenen trocken-Tal an der Grenze zu Tibet, in dem sich Jahrtausende alte Kloester erhalten haben. Der Fahrer wird uns dann in der “Queen of Hill-Stations”, Shimla absetzen, der Hochburg kolonialer Sommersitze.

Wenn wir an der Viertausender-Grenze einen Internetanschluss finden, gibts News vom Dach der Welt (Zu erzaehlen haetten wir nach der uns bevorstehenden, zehnstuendigen Jeep-Fahrt sicher genug), ansonsten werden wir uns aus Shimla wieder melden.


3 Kommentare bis jetzt
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Hallo, Ihr Lieben!

Hoffe, dass Ihr diesmal einen umsichtigeren Fahrer erwischt -

Offensichtlich habt Ihr Euren Flug von Delhi nach Katmandu nächste Woche gestrichen. Hattet Ihr eine sechsten Sinn dafür, dass Nepal-König Gyanendra von den Maoisten genau noch 14 Tage hat, um seinen Palast zu räumen? Der Palast soll dann Museum werden…….das könnte in der nächsten Zeit nochmals ziemlich Zoff geben -

Irgendwie seid Ihr im Moment in der Region der Welt, wo nicht nur die Natur am meisten brodelt…

Drum seid Ihr in den entlegenen Gebieten des Himalayas wohl recht gut behütet-

In Gedanken umarmt Euch sehr herzlich

Eure

Yvonne

Kommentar von Yvonne

Ihr Lieben, Martine aus Brest und Monique demnächst aus Shanghai lassen grüssen und werden ebenfalls einmal in diesen tollen Reisebericht hineinschauen. Komme eben aus Salzburg zurück, wo wir 3 Tage im Theater probiert haben. Vermutlich gäbe es nach der Rückkehr – falls erwünscht – Arbeit für Nicolas. Aber vorläufig wünsche ich Euch vorallem eine weiche, saubere Strohmatraze und eine schöne Weiterreise. LG von EC

Kommentar von CÄDI

Hey mini liebe!!!

jetzt hani entli mal ziit zum eui bricht läse und föteli azluege! das tönt ja unglaublich abentüürlich… ich hoffe ihr chönds näb all dene müehsame und unagnehme trotzdem gnüsse und vill positivs mitne.
ich bin jetzt zrugg ide schwiiz wos rägnet und chalt isch und hilfe de vicky am pommfritstand vo de em;-)
ganz en dicke kuss und umarmig

Kommentar von Jael




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