quer beet ii


Rishikesh – So gehts weiter
Juni 14, 2008, 7:19
Gespeichert unter: Kathrin

Nachdem wir uns ja eigentlich fuer den Landweg nach Nepal entschieden hatten, sieht unsere Reise schon wieder ganz anders aus. Wir haben in Rishikesh, nachdem wir ueber drei Kilometer in der Hizte zum Busbahnhof gelaufen sind, von einem unfreundlichen Angestellten erfahren, dass es nur von Haridwar aus oeffentliche Busse gibt, welche zu einer normalen Zeit an der Grenze ankommen, unser Ziel war Banbassa, eine kleine Stadt wenige Kilometer von der nepalesischen Grenze entfernt. Unser Landweg haette also folgendermassen ausgesehen: Bus nach Haridwar (Pilgerhochburg und es ist gerade Saison!), uebernachten in Haridwar, 14h oeffentlicher Bus nach Banbassa, Uebernachtung in Banbassa, Bus ueber Grenze, Visa einholen, ueber 18 Stunden oeffentlicher Bus in Nepal bis zur naechst groesseren Stadt. Es ist vielleicht verstaendlich, dass wir nicht begeistert von dieser Variante waren, zu den langen Busfahrten kommt noch die Hitze (ca.30Grad), die frische Bergluft fehlt uns hier im Flachland sehr. Angesichts dieser Horrorfahrt ueberlegte sich Nicolas ernsthaft ob wir uns ein eigenes Motorrad kaufen sollten. In Indien wird immer noch das Urmodell des Englischen Motorrads „Royal Enfield“ gebaut und ist bei Travellern wegen seiner Robustheit sehr beliebt. So ueberlegten wir uns ob auch wir zu solchen Motorrad-Travellern werden sollten, das Internet bestaetigte uns allerings in unserer Befuerchtung, dass es naemlich nicht so eine gute Idee ist, im Land mit den meisten Verkehrstoten auf einer 350qcc-Maschine fahren zu lernen.
Als wir im Internetcafe waren, habe ich nach Fluegen nach Pokhara oder Kathmandu gesucht und ein paar gute Moeglichkeiten entdeckt. Wir liessen diese Variante vorerst einmal offen. Einige Stunden spaehter, wir tranken gerade Fresh Lime Soda, da fragte uns ein Amerikaner, ob wir nicht am naechsten Morgen nach Delhi mit dem Auto mitfahren wollen, sie seien zu zweit und es kaeme natuerlich billiger, wenn wir zu viert ein Auto mieten wuerden. Nicolas war nicht so begeistert, aber ich glaube nicht wegen dieser neuen Option, sondern weil es einfach sehr muehsam und nervenaufreibend ist, sich einen guten Weg durch Indien zu suchen. Die Leute sind selten hilfsbereit, was es fuer uns nicht einfacher macht. Ich fand die Option via Delhi und dann mit dem Flugzeug ganz passabel, deswegen machte ich sie auch Nicolas etwas schmackhafter. Meine Verdauung spielt seit einigen Tagen wieder verrueckt, was mich nicht gerade wild auf lange, unbequeme Busfahrten macht. Am Abend begegneten wir nochmals den zwei Amerikaner und nach einer halben Stunde Bedenkzeit hatten wir den Entschluss gefasst, nach Delhi zu fahren und von dort aus mit dem Flugzeug nach Kathmandu zu fliegen. Im selben „Reisebuero“, in dem die Amerikaner das Auto gemietet hatten, konnten wir uns sehr preiswerte Fluege nach Kathmandu kaufen, der tiefe Wert des Dollars kam uns hier sehr entgegen. Wir packten also recht kurzfristig unsere Rucksaecke und schliefen beruhigt, die Unklarheit wies weitergehen soll hatten wir beseitigt.


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