quer beet ii


Delhi
Juni 16, 2008, 1:25
Gespeichert unter: Nicolas

Delhi empfieng uns schon rund hundert Kilometer vor der Stadt mit einem gelblich-gruenen Smogschleier, der sich dann am Stadtrand zu einem solchen Nebel verdichtete, dass die Sicht auf etwa 300 meter eingeschraenkt wurde. Zusammen mit 32 Grad Celsius und etwa 90% Luftfeuchtigkeit keine sonderlich angenehme Kombination. Nachdem wir uns bei YMCA, das ausgebucht war, von den beiden Amerikanern verabschiedet hatten, liessen wir uns von einer Rikshaw von einem teuren Hotel zum naechsten fahren, bis wir akzepiert hatten, dass es In Delhi wohl kein vernuenftiges Hotel zum vernuenftigen Preis gibt. So landeten wir schlussendlich in einem nicht ganz billigen Hotel, das aber fuer das Geld auch echt was zu bieten hatte. Wir hatten Klimaanlage, Fernseher, Badetuecher, Zimmerservice und ein rundes Bett! Wie im Film…

Am naechsten Tag wagten wir uns wieder in die Hitze der Grossstadt, die Smogglocke hatte sich gelichtet, dafuer schien jetzt die unbarmherzige Sonne auf unsere Koepfe. Wir kundschafteten das Herz Delhis den Connaught Square aus und kauften in einer wunderbar gekuehlten Buchhandlung einige Buecher. Nachdem wir allerdings einmal um den Platz gelaufen waren zog es uns schon wieder in unser klimatisiertes Hotel, die Hitze war zu erdrueckend. Wenn auch Delhi auf uns einen sehr viel besseren Eindruck als Mumbay gemacht hat, so war es wohl nicht ganz die richtige Jahreszeit fuer ausgedehnte Streifzuege.

Am naechsten Morgen standen wir schon frueh auf, obwohl unser Flug erst um 12 Uhr mittags fliegen sollte. Da wir nun die indische Buerokratie und Hilfsbereitschaft kannten, befanden wir es fuer besser etwas mehr Zeit als noetig einzuplanen. Auf dem Flughafen angekommen gab es zwar keine langen Wartezeiten, bis uns als Auslaender allerdings klar war, was in welcher Reihenfolge und wo zu tun war vergieng einiges an Zeit. Zuerst ist selbstverstaendlich ein Formular auszufuellen, dann muss man das Gepaeck, das man aufgeben will roentgen und versiegeln lassen und es dann aufgeben. Nachdem wir unsere Tickets bezogen hatten mussten wir durch ein Gewirr von Absperrbaendern (selbstverstaendlich ist nichts angeschrieben) zur Immigrationsbehoerde (bei der Ausreise?), unsere Paesse und Visas Stempeln lassen. Nach dem Security-Check hatten wir einige Bedenken, immerhin hatten insgesamt eineinhalb Liter Wasser im Handgepaeck, die von der X-Ray Maschine nicht bemerkt wurde. Nachdem wir herausgefunden hatten von welchem Dock unser Flug starten wuerde, sassen wir bis 12 Uhr in einer Baustelle vor einer Tuer die aufs Flugfeld fuehrte und warteten auf weitere Ereignisse. Irgendwann kam ein Buss vorbei und nachdem wir unser Ticket vier verschiedenen Leuten vorgezeigt hatten durften wir einsteigen. Der Bus stand aber zunaechst mal fuer 20 Minuten an Ort und Stelle und wartete auf Godot, waerend uns im Innern langsam schlecht wurde von den Ausduenstungen all der zusammengepferchten Menschen. Bis unser Flugzeug dann abhob war es etwa viertel nach eins und die Kinder von einigen dutzend indischen Familien schrien als die Beschleunigung einsetze.


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