quer beet ii


Pokhara (Alltag)
Juli 2, 2008, 12:35
Gespeichert unter: Nicolas

In Pokhara, scheint es, kann man gut haengen bleiben. Wir sind nun schon seit gut eineinhalb Wochen hier und haben eigentlich auch nicht gross Lust uns allzubald zu verabschieden. Die Sonne, der See, die Shoppingmeile und die vielen Restaurants und Bars lassen keine Langeweile aufkommen. Unser Tagesablauf momentan sieht etwa so aus: schlafen so lang wir wollen, das heisst etwa bis zehn, Fruehstueck im Garten des Hotels, an den See, Ruderboot mieten, einige Stunden umherpaddeln, in einer Bucht im Schatten des Urwalds lesen, ein Bad im See, zurueck ans Ufer, etwas kleines italienisches zu Essen, Spaziergang durchs Dorf, ins Hotelzimmer, den Nachmittags-Monsoon abwarten, lesen und danach in einem unserer Lieblingsrestaurant zu Abend essen gehen, danach etwas lesen und dann frueh ins Bett. Alles in allem recht gemuetlich, wie man sieht.

Ab und zu wird dieser „Alltagstrott“ allerdings durchbrochen, bevorzug von irgendwelchen scheusslichen Tieren. So werden wir des Nachts manchmal von diesem typischen Krabbeln geweckt, und dann gehts ab auf Kakerlaken-Jagt. Diese (riesigen) Wiederlinge werden in der Monsoon-Zeit vom steigenden Wasser aus der Kanalisation hochgetrieben. Nun haetten wir ja eigentlich ein Insekten-Netz, nur leider hatten die Kuechenschaben die Angewohnheit sich besonders gerne IN unserem Netz aufzuhalten, weshalb wir das Ding schnell wieder weggenommen haben, jetzt bleiben sie wenigstens an den Waenden.

Heute haben wir waerend unserer Bootsfahrt den Fehler gemacht im Jungel an Land zu gehen, da ich einen besonders schoenen Wasserfall fotografieren wollte. Als ich auf dem kurzen Fussmarsch den Bach entlang ebendiesen ueberqueren musste, bemerkte ich ploetzlich, dass mein Schuh lebte. Die Aussenseite war ueber und ueber mit zappelnden, saugenden Wuermern uebersaeht; Blutegel. Angewiedert stampfte ich das groebste ab und machte ich auf den Rueckweg zu Kathrin und Boot, froh dass ich gute Socken anhatte. Dort angekommen musste ich aber feststellen, dass Socken offenbar kein grosses Hinderniss fuer diese Kreaturen sind, ein gutes Dutzend dieser Ekelzwerge saugten frisch froehlich an meinen Fuessen… Noch jetzt juckt es mich in den Schuhen, sobald ich nur daran denke.


3 Kommentare bis jetzt
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Hallo Ihr Zwei

Wenn die Blutegel und Kakerlaken (Schuder! Graus!)nicht wären, könnte man meinen ihr seid im Paradies angekommen…da würde ich auch gerne verweilen…Und was das Essen anbelangt ist offenbar wirklich das Schlaraffenland angesagt!

Liebe Grüsse aus dem sommerheissen Zürich von

Yvonne

Kommentar von Yvonne

Kakerlaken sind ein lästiger aber nicht lebensge-fährlicher Graus.Ich lernte sie auf einem alten Heringslogger, der zum U-Bootjäger umgebaut war, anno 42 im Polarmeer kennen, ebenso 43 am Schwar-zen Meer in besonders großen Exemplaren, unzähl-bar schließlich 44 in der Ostsee auf einem Schu-lungsschiff.Sie lieben feuchte Wärme und menchli-chen Schweiß. Insektennetze sind nicht nur gegen
Moskitos gut. Ab und zu ausschütteln!!!- Lasst Euch Euer Paradies in P, davon nicht verderben und seid lieb gegrüßt vom alten Ivo

Kommentar von Ivo Frenzel

Welch wunderbare und wohlverdiente Idylle! Wir geniessen fiecherfrei dafür nur am Bildschirm mit Euch und versuchen uns Geräusche und Gerüche vorzustellen. Die Ruhe jedenfalls wirkt über den halben Erdkreis. Heute gibts Bratwurst bei Mics Geburtstag. Ob Ihr Euch diesen Geruch auch vorstellen könnt? Ganz liebe Grüsse C.

Kommentar von CÄDI




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