quer beet ii


Kathmandu – Kakarvitta – Darjeeling
Juli 11, 2008, 9:40
Gespeichert unter: Kathrin

Wir haben unser geliebtes Pokhara und die gute Pizzeria nur ungern verlassen, um die Weiterreise etwas zu erleichtern sind wir mit der besten Buslinie nach Kathmandu gefahren, Lunch war inklusiv und zu Beginnn wurden Wasserflaschen verteilt, wir konnten uns also wirklich nicht beklagen. In Kathmandu Thamel angekommen mussten wir nur ca. 15 Minuten laufen um wieder bei unserem Hotel anzukommen, in dem wir ja schon eine ganze Woche gewohnt hatten. Wir fragten diesmal jedoch nach dem billigeren Zimmer, da die vielen Pizzas und Spaghettis in Pokhara etwas “teuer“ waren. Wir hatten in Kathmandu nochmals zwei Tage Zeit, bis zu unserem Flug an die Westgrenze. Da wir gesundheitlich beide wieder fit sind spazierten wir durch den Thamel und fuhren nach Patan um den dortigen Durbar Squar zu bestaunen, wir besuchten das renovierte Patan Musuem (wahrscheinlich das beste Museum in ganz Nepal) und assen im Museumsrestaurant, im ehemaligen Koenigsgarten. Als wir dann nach diesen zwei Tagen auch Kathmandu schweren Herzens verliessen und zum Flughafen fuhren wurde uns klar, dass wir nun wieder Neuland betreten werden. Es war an diesem Tag ziemlich bewoelkt, und wir konnten uns das Himalyagebirge nur anhand von kleinen Bergspitzen vorstellen. Wir landeten mit unserm kleinen Flugzeug in Bhadrapur, eine ganz kleine Landebahn mit einem Gebaeude. Von dort aus mussten wir ein Taxi nach Kakarvitta nehmen und wir hatten das Glueck, dass ein nepalesisches Paerchen denselben Weg hatte und wir zu viert ein Taxi nehmen konnten und das ganze zu einem sehr guten Preis.

In Kakarvitta angekommen verabschiedeten wir uns von dem sympathischen Paerchen, die Frau organisierte uns einen Jungen, der uns zu unserem Hotel fuehren sollte. Doch als Nicolas (er geht immer die Zimmer anschauen und ich bewache das Gepaeck) das Zimmer als eher schlecht befunden hatte und den Preis uns beide schockierte machten wir uns auf, eine bessere Bleibe zu finden. Zwei Haeuser neben diesem schlechten Hotel war bei einem anderen Hotel angeschrieben: „Luxorious Rooms and Delixious Food“ und wir beschlossen nach einem Zimmer zu fragen. Das Zimmer war ok, der Preis jedoch voellig ueberrissen und wirklich nicht gerechtfertigt, doch was sollten wir anderes machen, an der Grenze schien es nur schlecht Hotel zu hirnrissigen Preisen zu geben. Wir richteten uns ein und erholten uns fuer eine halbe Stunde. In Kakarvitta hatte es drei Tage durchgeregnet, man stelle sich den Luftfeuchtigkeitsgrad vor bei etwa 35Grad Lufttempratur. Kakarvitta sei nach unserem Reisefuehrer (den wir uebrigens ziemlich schlecht finden) der „einfachste“ Grenzuebergang, uns wurde jedoch nach der halben Stunde ausruhen das Gegenteil bewiesen. Wir hatten fast kein Bargeld mehr, wir wollten also mit der Kreditkarte oder den Travellercheques Geld besorgen, was sich jedoch als unmoeglich herausstellte. Nachdem wir bei den vier „Money Exchanger“- Staenden die es in dieser Grenzstadt gib, erfahren musste, dass es nicht moeglich ist auf diese Weise Geld zu bekommen, geschweige denn einen Geldautomaten gibt (in einer Grenzstadt!). Dazu kam, dass in dieser Stadt ein Alkoholproblem und wahrscheinlich auch Drogenproblem herrscht und sich dies in massenhaft komischen Menschen aeussert, die einem anrempelt, ansprechen, auslachen oder sonst komische Sachen machen. Es wunderte uns auch nicht, dass diese Leute uns keine Hilfe leisten konnten. Ziemlich frustriert suchten wir das Touristenbuero auf, wo man uns sagte, wir sollen es bei der Bank probieren. Beim Bankschalter angekommen mussten wir zuerst sinnlos Zettel ausfuellen bis wir nach etwa einer halben Stunde 100 Dollar Travellercheques einloesen konnten (es wuerde uns nicht wundern, wenn diese Leute auf der Bank die Cheques nicht einloesen koennen, so inkompetent wie diese Leute arbeiten), unsere Nerven waren ziemlich am Ende. Es war einfach zu heiss, die Leute zu 90% unfreundlich, Essen gab es sowieso nirgends etwas einigermassen hygienisches und wir beschlossen einfach im Hotel etwas zu essen und uns dann in unser Zimmer zu verkriechen (in dem ein Typ aus dem Hotel mit einem Erdbeerspray eine sehr unangenehme Atmosphaere geschaffen hatte). Wir bestellen uns also im Hotel Dhal und Chapati, das einfachste Menu das man in Indien und Nepal essen kann. Als jedoch nach einer halben Stunde nicht einmal das Getraenk kam standen wir wirklich kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Warum ist es so schwer ein sauberes Hotel zu fuehren mit gutem Service? Nach einer Stunde im ungemuetlichen ‘Essraum’ kam dann entlich unser Essen. Lustlos assen wir und verkrochen uns ins Zimmer, duschten uns kalt und schauten den ganzen Abend fern. Es kuehlte auch in der Nacht nicht ab und auch die Nacht schien keine Erholung mit sich zu bringen. Uebermuedet und entnervt packten wir am naechsten Morgen unsere Sachen und warteten wieder 40 Minuten auf den Tee und das Fruhestueck. Beim Zahlen verlangte der „Manager“ noch 10% Taxen, von denen niemals die Rede war, Nicolas expoldierte beinahe und wir verliessen ziemlich wuetend das Hotel. Auf dem Immigration-Office liessen wir unsere Paesse stempeln und mieteten uns zu zweit einfach ein Taxi nach Darjeeling. Machdem Nicolas sicheine halbe Stunde mit einem jaehzornigen indischen isabeamten ueber die Deutsche Fussballmanschaft untehalten hatte (von der er nich die geringste Ahnung hat), durften wir einen Indischen Abgastest miterleben. Wir wurden ueberrascht. Aus dem unscheinbaren Haeuschen am Strassenrand kamen ploetzlich ein Laptop, Gassonden und eine Digitalkamera zum Vorschein. Die Sonden wurdem am Auspuff montiert, mir der Digitalkamera wurde das Nummernschild gescannt und schlussendlich wurden dem Fahrer die Messdaten auf die Chipkarte in seinem digitalen Fahrzeugausweis geladen; Nicolas konnte sich kaum erholen. Unser Fahrer und Beifahrer erklaehrten uns, dass sie eine verbotene Abkuerzung nehmen wuerden und wenn die Polizei uns frage von wo wir kommen so sollen wir bitte einen bestimmten Ort angeben. Wir fuhren also auf einer engen Strasse durch den indischen Regenwald und spaehter den Toy-Train Schienen entlang nach Darjeeling gluecklicherweise wurden wir am Polizeiposten durchgewinkt.

In Darjeeling angekommen wollten uns die Fahrer unverstaendlicherweise an einer Stelle nicht mehr weiter fahren. Auch von diesen Leuten trennten wir uns im Streit und ungutem Gefuehl. Wir schnallten unsere Rucksaecke um und liefen die steilen Strassen hoch. Wir fragten in einem Hotel an dem wir vorbeikamen nach einem Zimmer in unsere Preiskategorie und tatsaechlich kam Nicolas nach der Besichtigung des Zimmers mit einem Laecheln die Treppe herab. Wir bewohnen hier ein gemuetliches Dachzimmer in einem alten englischen Haus ziemlich im Zentrum von Darjeeling. Es ist hier sehr neblig und es regnet fast den ganzen Tag, bis jetzt konnten wir also noch nicht viel unternehmen. Wir haben jedoch ein Supermarkt, beziehungsweise einen Big Bazaar entdeckt, in dem wir uns mit importieren Produkten (Keloggs Frosties!) eingedeckt haben, welche wir vor dem Fernseher geniessen. Wir hoffen natuerlich, dass sich das Wetter bessert und wir etwas aktiver werden koennen, die Landschaft hier ist sehr schoen; wenn sie sich mal zeigt.


3 Kommentare bis jetzt
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Vielleicht bringt das gemütliche Dachzimmer im Hotel bei dem Regen etwas Erholung von den strapaziösen Tagen zwischen Kathmandu und Drajeeling.Hoffe aber, dass Ihr bald Eindrücke von von D. habt,die nicht so wolkenverhangen sind.Dank für den Bericht und liebe Grüße IVO.

Kommentar von Ivo Frenzel

Zumindest für Euer leibliches Wohl scheint immer wieder gut gesorgt, sogar Kelloggs..ansonsten müsst ihr Euch wohl zum Teil mühsam durchschlagen….Das Wetter: sieht so der Monsun in den indischen Bergen am Fusse des Himalayas aus? Geht ihr noch Sikkim, ist es da dann besser?

Wir reisen morgen in die Bretagne, da regnet es jetzt gerade auch und Nebel hat es dort offenbar auch. Wir werden immer mal wieder in ein Internetcafé gehen…wünsche Euch vor allem Wetterbesserung und
ein bisschen mehr Aussicht, liebe Grüsse

Yvonne

Kommentar von Yvonne

Hoi ihr beiden,
Wart ihr schon im indischen Kino in Darjeeling? Unbedingt anschauen gehen…. Gruss und weiter viel Spass
Joel

Kommentar von Joel




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